Re:kitz On The Block
Partyflyer

Honki stimmte mit groovigen, warmen Klängen auf den bevorstehenden Tanzmarathon ein, erhöhte zügig aber ohne Hast die Intensität seines Sets und setzte mit Hildegard Knef eine selbstironisch augenzwinkernde Zäsur, die den Spielraum freigab, für minimal Fatal.

Dieser begeisterte mit einer gekonnten Mischung von dezent bis energetisch treibenden Scheiben; House der reduzierteren Art, meist gerade heraus, gelegentlich auch etwas verspielter. Durchsetzt mit Bearbeitungen bekannter Klassiker; das Alte lässt im Neuen wiederholt seine spezifischen Qualitäten erscheinen.

Der Erfurter Cosmo Braun entfaltete raumgreifende, teilweise monumentale Sound-Landschaften, die zielsicher auf die Körper der Feierwilligen zugriffen.

Packende Klangläufe, oft mit Stimmfragmenten durchsetzt, luden die Hüften zum Schwingen ein. Einstmals unbarmherzig ins Exil verbannt, ist der funky Groove zurückgekehrt, in die zeitgenössische House-Musik. Die Herzenswärme strömt wieder stärker.

Auf dem zweiten Floor startete Begge mit oldschooligen Tracks in die Nacht. Das Set sorgte für fröhliche Gesichter und wurde durchweg positiv aufgenommen.

Black Sheep bevorzugte eine etwas technoidere Spielart von House. Mit seinen Fertigkeiten und einer wohl überlegten Dramaturgie zog er die Menge ebenfalls in seinen Bann.

Anschließend drehte das 1-Klangraum DJ-Team in wechselnder Besetzung alle Regler auf Anschlag sowie die Zeit musikalisch abermals um ein paar Jahre zurück und kochte so die Stimmung hoch, bis weit über den Siedepunkt hinaus.

Zu guter Letzt heizte Dynanim auf dem großen Floor den Tanzenden mit funktionalem Tech-House ein, bis (leider) irgendwann die aufflackernden Neonröhren die Alltagswirklichkeit zu uns herein holten und damit das Zeichen zum Aufbruch gegeben war.

Lineup Technofloor: Lineup Housefloor: Partyhistory