Cosmo Brauns Eröffnungsset lud mit unaufgeregten Grooves zum entspannten Mitwippen ein. Nichts desto trotz entwickelten die auf organisch pulsierenden Beats in scheinbar endlosen Kreisbewegungen rotierenden Rhythmen eine dichte Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen konnte.
So trafen Enliven Deep Acoustics mit ihren Sounds auf ein locker und fröhlich gestimmtes Publikum. Mit flinken Fingern an Controllern und Klaviatur ihrer diversen Gerätschaften entlockten sie Synthesizern und Software immer neue und abwechslungsreiche Klanggebilde, die in ihrer Dynamik zwischen eingängiger Einfachheit und verspielter Vielschichtigkeit eine fast hypnotische Sogwirkung entwickelten. Ungeschliffene Beats und Disharmonien lösten sich auf in melodiöse Flächen und Stimmsamples und hielten die Feierwilligen auf der Tanzfläche.
Nach einem kurzen Intermezzo von Cosmo trat Jakob Korn an die Regler und nahm uns mit auf die Reise. Das Live-Set des Dresdeners war eher experimentell angelegt und zielte mit seinen sich allmählich entfaltenden Klangläufen nicht auf die schnelle Abfahrt, was sicher dem einen oder anderen die Stimmung ein wenig drückte. Dagegen legte Cosmo Braun in den letzten Stunden noch einmal deutlich an Schubkraft zu.
Ein Highlight des Abends war zweifellos Kays DJ-Set. Dessen energetischer Mix, voll überquellender Euphorie, riss die Tanzenden mit in einem Strudel emotionaler Höhepunkte und entließ sie zu guter Letzt selig mit einem großartigen »Outta Space«-Remix in den anbrechenden morgen.